David Gronewold

Ihr Bürgermeisterkandidat für Norden

Meine Ziele für Norden – Wahlprogramm

Unser wichtigstes Anliegen ist eine verbesserte Kommunikation in der Stadt Norden: Bürgerinnen und Bürger sollen durch den Bürgermeister besser informiert werden über Entwicklungen in der Stadt. Wer will, soll aktiv eingebunden werden bei der Suche nach klugen Lösungen für die Probleme in der Stadt.

Norden hat da besondere Stärken, wo
Ehrenamtliche aktiv mitwirken und von der Stadt unterstützt werden.

Darum sollen diese Strukturen erhalten bleiben oder ausgebaut werden – beispielsweise im Sport, in der Kultur und in der Förderung von Kindern und Jugendlichen. Wer in Norden etwas beitragen will, etwa im Bereich Wirtschaft, Soziales, Umweltschutz, Bildung, Tourismus, oder Kirche, verdient und bekommt den ehrlichen Respekt und die Unterstützung des Bürgermeisters wie der Verwaltung.

1. Bezahlbarer Wohnraum

Bezahlbarer Wohnraum ist in mehrerer Hinsicht ein zentrales Thema in Norden. Zuerst muss es auch für einheimische junge Familien möglich sein, mit einem normalen Gehalt Wohnraum zu erwerben. Die Marke von 25.000 in Norden zu halten, hat aber über die persönlichen Belange der Familien noch weitere positive Effekte. So erhält Norden deutlich höhere finanzielle Zuweisungen aus Bundes- und Landesmitteln. Dieses Geld brauchen wir auch dringend, wenn wir in Norden beispielsweise wieder ein Freibad unterhalten wollen – und das wollen wir. Wenn nun Zugezogene Norden für sich neu als Wohnort wählen, so ist dies deshalb für alle alteingesessenen Norderinnen und Norder eine gute Nachricht, denn nur mit den Geburten Einheimischer wird sich der demografische Wandel nicht stoppen lassen in Norden. Wer Norden also voranbringen will in seiner Entwicklung, muss Einheimischen Wohnraum bieten und zugleich Zugezogene willkommen heißen.

2. Bau- und Wohnungspolitik

Viele Norderinnen und Norder empören sich zu recht, wenn teils schöne ältere Häuser einfach abgerissen werden, um für eine höhere Rendite Neubauten mit sechs oder mehr Wohnungen teils lieblos hochgezogen werden. Wenn diese Häuser dann nur gelegentlich als Ferienwohnungen oder Zweitwohnungen bewohnt sind, werden auch noch nachbarschaftliche Strukturen zerstört. Diese Entwicklung wollen wir über Bebauungspläne stoppen, was aber viel Zeit braucht. Zugleich muss man sehen, dass viele ältere Grundstücke deutlich größer sind als es viele heute wollen. Viele wünschen sich ein Einfamilienhaus, das werden wir in Norden nicht verbieten. Aber nur Einfamilienhäuser auf diese Flächen zu stellen ist heute von vielen nicht mehr gewünscht, schon allein weil vielen schlicht die Zeit fehlt, einen großen Garten zu pflegen. Werden diese zu großen Gärten dann zu Kieswüsten, ist das ökologisch nicht gut. Wir meinen also, dass neben den Einfamilienhäusern Doppelhäuser oder Häuser mit bis zu vier Wohnungen noch ein realistischer Kompromiss sind und wollen diese Größen in der Fläche der Stadt, in den allgemeinen Wohngebieten als Höchstgrenze. Nur im Innenstadtbereich sind größere Wohnbauten sinnvoll.

3. Verkehrsführung

Nur eine kluge Verkehrsführung kann dazu beitragen, dass Radfahrende und Autofahrende gegenseitig gut miteinander auskommen. Das Auto ist aktuell für Ältere sowie die Ortsteile das vorrangige oder sogar einzige praktikable Transportmittel zum Beispiel für Einkäufe oder Arztbesuche. Reine Fußgängerzonen wollen wir darum in die Osterstraße hinein ausdehnen, um Geschäften und Gastronomie dort mehr Möglichkeiten zu verschaffen, aber nicht darüber hinaus. Im Stadtgebiet Nordens selbst ist das Fahrrad nicht nur das ökologischere, sondern auch das schnellere Verkehrsmittel, wenn man ohne Parkplatzsuche bis direkt ans Ziel kommt. Hier müssen aber Gefahrenstellen beseitigt werden und es muss klarer für alle – ob im Auto oder auf dem Rad – sichtbar sein, wer sich wie verhält. Insgesamt muss Norden für Schulkinder und ältere Menschen sicherer sein, ohne die Erreichbarkeit von Zielen einzuschränken.

4. Betreuungsplätze

Die Zukunftschancen der Stadt Norden hängen unmittelbar von den vorhandenen Krippen- und Kindergartenplätzen ab. Wenn Eltern keine geeigneten Betreuungsplätze finden, können sie nicht arbeiten gehen. Ihnen fehlt dann der nötige Beitrag zum Familieneinkommen;  den Betrieben der Stadt fehlen dann die Fachkräfte. Jede Mutter und jeder Vater soll selbst entscheiden, wann das Kind in eine Betreuung geht, aber die Basis dieser freien Entscheidung ist der vorhandene Platz in einer Einrichtung. Daneben kommt es auf die Betreuungszeiten an, diese müssen so ausgebaut werden, dass realistische Arbeitszeiten damit auch abgebildet werden können.

5. Freizeitangebote

In der Pandemie sind Kinder und Jugendliche nachweislich auf der Strecke geblieben. In dieser Situation sind die Norder Schulen am nächsten dran an den jungen Menschen, aber auch Akteure wie der Kinderschutzbund, die Kunstschule, die Kirchen und die Vereine lassen sich beispielhaft nennen. Um deren Arbeit zu stärken, müssen deren Konzepte und Ideen umgesetzt und also gefördert werden. Dafür muss die Stadt Norden gegenüber dem Landkreis wie dem Land Geld einwerben und sich mit eigenen Mitteln engagieren. Für die Norder Grundschulen heißt das konkret, dass die Förder- und Betreuungsmöglichkeiten ausgebaut werden müssen. Freizeitmöglichkeiten fehlen insbesondere älteren Jugendlichen, schließlich aber genauso letztlich auch Erwachsenen: Kino, Disko, Kneipe – alles soziale Treffpunkte, die mehr und mehr verschwunden sind. Hier muss in der Stadt umgesteuert werden. Dies gilt für das neu erworbene Doornkaatgelände wie für die gewachsenen Strukturen der Stadt.

6. Digitalisierung

Die Möglichkeiten der Stadt Norden und ihrer Menschen hängen ganz klar vom Erfolg der in Norden ansässigen Unternehmen ab. Sie bieten Arbeitsplätze, finanzieren über ihre Steuern und Abgaben wesentliche Teile des städtischen Haushalts und machen über Spenden und Sponsoring Projekte möglich, für die sonst vielleicht kein Geld da wäre. Vor diesem Hintergrund müssen Rat und Verwaltung der Stadt ihre eigene Arbeit sehen: Der Ansatz darf nicht sein, zu sagen, was nicht geht. Der Ansatz muss es sein, bei sinnvollen Projekten ein offenes Ohr zu haben. Die eigene Kompetenz in den Dienst der Sache zu stellen, pragmatische, schnelle und klare Lösungen zu finden, also Wege zu finden, wie es geht. Die schon existierende Webseite www.norder-kompass.de ist der richtige Ansatz für eine zukunftsfähige, digitalisierte Stadt. Aber bis jetzt ist sie nur ein Ansatz. Sie muss deutlich mehr Informationen bündeln, und zwar nicht nur für den Einkauf oder Restaurants. Auch beispielsweise die Bereiche Kultur/Veranstaltungen, Gesundheit, Freizeit, Verwaltung, öffentlicher Nahverkehr und Kirchen müssen eigearbeitet werden und über eine leistungsfähige Suchfunktion zu sinnvollen Ergebnissen führen.

7. Direktvermarktung

Eine Direktvermarktung wollen wir in Norden unterstützen. Es gibt in Norden viele Angebote, von denen selbst Einheimische nichts wissen, geschweige denn von konkreten Öffnungszeiten und Angeboten. Ein Beispiel hierfür sind die Hofläden in den Ortsteilen. Vor allem aber muss der zwei mal wöchentlich stattfindende Wochenmarkt im Zentrum der Bemühungen stehen. Hier sollte versucht werden, weitere regionale Produkte anzubieten. In den Wintermonaten kann eine Förderung des Wochenmarktes ganz grundlegend darin bestehen, Matsch und Unrat vom Markt effektiver zu entfernen.

8. Investitionen unterstützen

Investitionen können eine Stadt weiterentwickeln, dafür aber muss man mit den Menschen, die investieren wollen, richtig umgehen. Sie brauchen und verdienen eine klare Rückmeldung, ob ihr Projekt in Norden willkommen ist oder ob nicht, bzw. eine klar kommunizierte Chance, nachzubessern oder zu verändern. Der Wohnungsbau im Besonderen ist hier nur ein Teilaspekt: Ich denke auch an erweiterungswillige Firmen beispielsweise im Gebiet Leegemoor, Leerstände in der Innenstadt, freie Träger und Vereine mit neuen Angeboten, innovative Projekte des Tourismus und vor allem an die entgangene Chance, ein Hospiz in Norden zu haben.

9. Kultur fördern

Die Norder Museen bedienen unterschiedliche Themengebiete und bieten etwas für Einheimische wie Touristen. Damit vermitteln sie die spezifischen Eigenheiten unserer regionalen Geschichte und Natur sowie der hier lebenden Menschen – damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zum eigenen Selbstbewusstsein im wahrsten Sinne des Wortes. Gleichzeitig ist moderner Tourismus für mich an zeitgemäße und abwechslungsreiche kulturelle Angebote geknüpft. Zum Leben in Norden gehören aber auch unsere Feste und gelebtes Brauchtum, hier ist die Vielfalt in den letzten Jahren teils gewachsen und eine über das Jahr verteilte Zahl von mehreren Veranstaltungen bieten immer wieder Gelegenheit für ein Treffen in der Stadt. Einige Feste fehlen aber und könnten wiederbelebt werden, wie etwa das traditionelle Aufstellen eines Maibaumes, wenn verschiedene Akteure in Norden an einem Strang ziehen.

10. Nachhaltiger Tourismus

Viele Menschen wollen ihren Urlaub ökologischer gestalten, hier müssen wir Norden-Norddeich offensiver anbieten: Es gibt nicht viele Orte an der deutschen Küste, bei denen der Zug quasi vor das Hotel fährt. Und die DB hat zuletzt reagiert und Verbindungen nach Norddeich ausgebaut in Qualität und Quantität. Wenn mehr Tourismus über die Schiene anreist, profitieren auch die Einheimischen durch reduzierte Autoverkehre.

11. Sportstättenentwicklungskonzept

Sport ist in Norden eine feste Größe, er bietet nicht nur gesundheitliche Vorteile, auch der gesellschaftliche Zusammenhalt wird im Verein gestärkt. Gerade vor dem Hintergrund von Corona haben viele Menschen ihn vermisst; Kinder und Jugendliche müssen jetzt übrigens besonders in den Fokus rücken. Das Sportstättenentwicklungskonzept bietet hier die Basis, um Breitensport und auch Leistungssport zu fördern. Dabei soll der Breitensport die Basis bilden. Die einen im verein sollen Motivation und Anleitung für die anderen bieten. Für dieses System soll die Stadt eine aktive Unterstützerrolle spielen, damit die Vereine ihre Stärken ausspielen können.

12. Ausbau der Fahrradrouten

Die sinnvolle und klare Ausschilderung von Fahrradrouten kann als Paradebeispiel dienen für eine simple und günstige Maßnahme, um den Freizeitwert von Norden zu steigern. Nichts liegt in Norden näher, als die Umgebung auf diese Weise zu entdecken und so auch die Ortsteile stärker in den Tourismus einzubinden. Ähnliches gilt für den Wassertourismus, hier ist die Paddel&Pedal-Station ein Beispiel für ein Angebot, das auch viele Einheimische gern genutzt haben und in Zukunft wieder nutzen sollen.

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